Inmitten lustvoller Bäuche — Gedanken zu Georgia Creimers Malerei
Pia Jardí 2007
Nierenähnliche Organe werden zu gewundenen Rüsseln, Knorpel treten aus geheimnisvollen Hohlräumen, verlängern sich tentakelartig und verschwinden wieder, inmitten lustvoller Bäuche wachsen Knollen heran. In diese Organe sind Filamente eingewoben, die langen Stängeln von Meerespflanzen ähneln, durch die milchige ...
Pia Jardí 2007
Die Technologien der Gegenwart führen zu einem grundlegenden Wandel der traditionellen Wahrnehmung unserer Umwelt sowie der Möglichkeiten, diese darzustellen. Phänomene wie die Globalisierung des Marktes sowie die Schnelligkeit und der Umfang der medialen Verbreitung führen zu einer neuen Wahrnehmung unserer alltäglichen...
Biom: Definition
„Eine regional dominierende Pflanzen- und Tiergesellschaft mit gleichen Umweltbedingungen. Bei gleich wirkendem Selektionsdruck können die Arten in
verschiedenen Teilen eines Biomes konvergieren, das heißt in Aussehen und Verhalten sich immer ähnlicher werden, auch wenn sie nicht dieselben Vorfahren haben.“
Georgia Creimer
Die Formensprache der Biome lässt Assoziationen zu mit der Welt des Organischen, der Biologie, des Amorphen und der Biotechnik.
Der Raum in den Bildern ist undefinierbar, die Proportionen nicht einschätzbar. Alles bewegt sich zwischen Mikroskopischem und Monumentalem. Es winden sich darin Elemente, die sich gegenseitig anziehen und den Anschein erwecken in einem Zustand ständiger Veränderung und Anpassung zu sein. Diese einzelnen Formen sind aus „halbblinde“ Zeichnungen entstanden. Sie haben dadurch etwas überraschendes, fast unbekanntes. Sie vermitteln einen Zustand, der gleichzeitig als naturnah und künstlich beschrieben werden kann.
In ihre Wesensart scheinen sie eine eigene „somatische Intelligenz“ zu besitzen und die Welt um sich durch Ihre ganze Körperlichkeit und Sensibilität zu erkunden.